Vom Steinkreuz zu Frickenfelden 
 
 Bezug zum Steinkreuz von Frickenfelden? 
 
 

Ob der Totschlag des Wernlein von Frickenfelden durch die beiden Nunnenmacher Walther und Seitz aus Dinkelsbühl die Setzung des heute noch erhaltenen, allerdings mehrmals versetzten Steinkreuzes zur Folge hatte, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit sagen. Im Sühnevertrag vom 13. März 1405 ist davon nicht die Rede. Doch auch andere Verträge ähnlichen Inhalts verschweigen oft diese Tatsache. Man setzte diese Pflicht als selbstverständlich und bekannt voraus. Dem plötzlich ohne die Sterbesakramente Dahingeschiedenen wird man es in einer Zeit der Spätgotik, der "Frömmigkeit ohne Grenzen" nicht versagt haben, ein sichtbares Zeichen zur Fürbitte für sein Seelenheil zu setzen. Ob freilich das noch heute erhaltene Steinkreuz nun an den Tod des Wernlein oder eines anderen durch Totschlag Verstorbenen erinnert, bleibt ein Rätsel. Es ist gut, dass das Steinkreuz sein Geheimnis hütet, bleibt bei seinem Anblick doch noch ein Augenblick des Nachdenkens und des Fantasierens in unserer so nüchternen Zeit.

 
 
 
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