Flurnamen in Hohentrüdingen 
 
 
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  Verherwiese, Verherpach, Forellenbach, mundartlich Ferrwies
Um 1430 gehörten 4 Tagwerk Wiesmahd zum Schloss Hohentrüdingen, genannt die Verherwiese am Verherpach. Noch heute kennen die älteren Leute diese Wiese an der Straße nach Heidenheim-Hechlingen, gegenüber dem Heidenheimer Buck als Ferrwies. Mit den Föhren oder Kiefern, wie sie vor allen auf den Sandböden im Roten Berg nach Hechlingen zu wachsen, hat der Name Verherwiese nichts gemein, denn in dem feuchten Grund, in dem diese Wiese liegt, wachsen keine Föhren (mundartlich Forl). Zugrunde liegt hier das mittelhochdeutsche Wort fohre, forhel, förhel, das "Forelle" bedeutet. Als Verherbach bezeichnete man im Mittelalter jenen Flußlauf, der bei der Hölzleinsquelle an der "Groahmetswies" seinen Anfang nimmt und talwärts in nördlicher Richtung zur Ferrwies an der Straße nach Heidenheim fließt und beim heutigen Klärweiher in die Rohrach mündet. Der Name dieses Baches ist alt. Er wird schon im ältesten Salbuch des Klosters Heidenheim erwähnt: 2 Tagwerk, genannt die Augstwiesen, gelegen an dem "verherpach", trägt 1 Gras. Nach dem Ferrerbach im Sinne von Forellenbach wurde die Wiese benannt. Forellenbachwiese, verkürzt zu Ferrwies ist ein seltener Flurname im Hahnenkamm.

Vogelherd
Der Vogelfang erfreute sich im Mittelalter großer Beliebtheit. Man fing die Vögel meist auf dem Vogelherd oder Finkenherd. Dies war ein zum Fang von Staren, Finken und Lerchen dienender, mit Futter und Lockvögeln versehener Platz. Der Fang erfolgte durch ein Schlagnetz, das der in der Hütte befindliche Vogelsteller (Vogler) durch einen Ruck an der Zugleine über den Herd zog, sobald die Vögel darauf eingefallen waren. Der Vogelherd befand sich im heutigen Gemeindeholz am Breschlingberg. Der Flurname ist im Grundbuch nicht verzeichnet.

Vorderloh, siehe unter Loh

 
 
 
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